Margaretha Kraft und Hermann Gysel bei Ihrer Hochzeit in Wilchingen (1902) | |
Herman Gysel liess sich auf St. Chrischona zum Prediger ausbilden, hier das Abschlussbild (Dritter von rechts) | |
Der Junge Hermann
Hermann Gysel (der Vater) *7.4.1873 +29.4.1947von Wilchingen Am 17. April 1893 tritt er die Stelle als Pferdeknecht auf St. Chrischona an. Lebte bis zu diesem Datum im Hause der Eltern in Wilchingen. Vom 1. Sept. 1895 bis 30. Juli 1899 Ausbildung zum Prediger auf St. Chrischona. Direkt nach der Ausbildung war aushilfsweise als Prediger (Evangelist) in Bellnhausen (Frohnhausen) (D) tätig. Hier lernte er seine Frau Margaretha Kraft kennen. Anschliessend war er ab 1901 als Prediger in Dillhaus (bei Bauma ZH), 1908 in Schocherswil (TG), 1919 Adliswil und dann 1925 bis 1936 in Reinach (AG) tätig. Schliesslich wurde er Inspektor für die Schweizer Gemeinden und Lehrer auf St. Chrischona. Dieses Amt hatte er bis 1945 inne. Sein Wirken auf St. Chrischona fällt in die Zeit des zweiten Weltkrieges. Fast die ganze Führung auf St. Chrischona bestand zu der Zeit aus Reichsdeutschen. Viele der Kinder dieser Familien besuchten fleissig die Hitlerjugend in Basel, obwohl sie dazu ja niemand zwang. Verschiedene dieser Führungsleute waren bekennende NSDAP-Mitglieder und wurden nach dem Krieg aus der Schweiz ausgewiesen. Eine schwierige Situation für die Familie, die klar gegen den Nationalsozialismus eingestellt war. Nach 1945 lebte Hermann mit seiner Tochter Hanna und den Enkelkindern in der Rämismühle (Tösstal/ZH). Schwer dement stirbt er am 29.April 1947 nach langem schwerem Leiden und wird in Turbenthal begraben. | |
Familienfoto Margaretha und Hermann Gysel (-Kraft) mit ihren Kindern (vor 1935) | |
Margaretha Kraft (die Mutter)*5.12.1877 +21.11.1935 von Oberwalgern (D) Geboren und aufgewachsen in Oberwalgern (Kreis Marburg). Ihr Vater und die weiteren Vorfahren werden in den Kirchenbüchern als Ackermänner bezeichnet. Darunter ist ein Bauer zu verstehen. Margaretha verlässt gelegentlich ihr Zuhause in der Schweiz fluchtartig, wenn ihr die Decke auf den Kopf zu fallen droht und besucht ihre Familie in Oberwalgern. Ein kleines rasch gepacktes Köfferchen und eine Wertsachengurt unter dem Rock begleiteten sie auf der langen Bahnreise. Sie stirbt an Unterleibskrebs im 58 Lebensjahr in Reinach und liegt dort begraben. | |
Die Chrischonakapelle in Reinach, hier wirkte Hermann Gysel (-Kraft) als Prediger und hier wurden seine beiden Kinder Hermann und Hanna am 19.7.1934 getrautca. 1936 kam Hermann Gysel als Lehrer und Inspektornach St. Chrischona | |
Hermann Gysel (-Kraft) mit seinen Kindern. Aufnahme auf St. Chirschona (ca. 1937/38) | |
Familienfoto anlässlich des 70. Geburtstages von Hermann Gysel 1943 in Hombrechtikon/ZH (Schweiz). Ein Pdf-Dokument mit allen Namen kann hier heruntergeladen werden. | |
Konrad | |
Elise *8.5.1910 +23.8.1985 (auf dem Bild mit Hanna) Sie war Kinderkrankenschwester, machte eine Bibelschule auf St. Chrischona und ging nach China als Missionarin. Lernte in Schanghai Chinesisch, musste dann aber vor den heranrückenden Japanischen Truppen ins Landesinnere fliehen. Wurde schliesslich von Amerikanischem Militär nach Indien ausgeflogen und war unter anderen in Kalkutta tätig. Eine Heimreise war während dem 2. Weltkrieg unmöglich. Flugverbindungen gab es keine und die Schiffspassage durch den Suezkanal war wegen Minen unmöglich. Kehrt erst ca. 1948 auf dem Seeweg aus Indien zurück. | |
Tochter Lydia starb jung. | |
Hermann *1.11.1906 +16.8.1964 (auf dem Bild mit seiner Schwester Hanna, Bilder von der Hochzeit kann man auf der Seite von Ernst Waldemar Rinck sehen) lernte Baumschulist und wurde anschliessend Prediger. An allen seinen Stellen hat er sogleich angefangen eine Baumschule aufzuziehen und konnte so seine Familie immer mit neuen Beerensträuchern, Rosen und Obstbäumen versorgen. War zuletzt Prediger in Turbenthal. Ein Rückenleiden schränkte seine Beweglichkeit ein. Ein Mofa half im diese Einschränkungen zu minimieren. Er kollidierte beim Linksabbiegen auf seinem Mofa mit einem Auto und verstarb an den Folgen dieses Unfalls. Er war verheiratet mit Marie Weber *3.8.1899 +27.8.1982 von Menziken/AG. Sie ging zurück nach Reinach und konvertierte da zum Katholizismus. |


















