Thomas Rink, Kantor und Organist

Kirchenmusik, Familien- und Ortsgeschichte

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Butinge

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 Die Orgel in Butinge


Aufnahme durch:
Thomas Rink
Allmeindstrasse 5
CH - 8867 Niederurnen

 Aufnahme am 28. Juli 2007 in Būtingė
Anmerkungen: Kurzaufnahme ohne Mass- und Mensuraufnahme und ohne Archiv- und Literaturrecherche
 
 

Ort: Būtingė

(Büttingen, früher auch Budendingshof, Budendyctia)

Kreis: Palanga (Polangen)

Evang. Kirche

 
Kurzbeschreibung der Orgel

Standort: Westempore, Brüstungsorgel, seitenspielig
Technische Angaben: Ein Manual, 6 Register, elektrische und manuelle Winderzeugung möglich, mechanische Schleifladen
Zustand: spielbar, sehr verstimmt - KEIN Insektenbefall feststellbar
Baujahr: ??
Orgelbauer: ??
 

Kirche: Einfacher klassizistischer Bau, an der Portalfront ist die Jahreszahl 1824 (? überprüfen) angebracht. Die Kirche macht einen gepflegten Eindruck und ist in recht gutem Zustand. Innen ist die Decke mit weissen Kunststoffpanelen vertäfelt.

Prospekt: Drei Rundbogenfelder mit je sieben klingenden Pfeifen, das mittlere Feld etwas nach vorne abgesetzt, Profile zum Teil vergoldet (oder goldfarben), keine Schleiergitter, Prospektpfeifen in Zinn aber mit grauer Farbe übermalt (!)

Gehäuse: Zum Einbau der Orgel wurde offensichtlich die bestehende Emporenbrüstung kurzerhand aufgesägt. Das Gehäuse ist aus Fichtenholz gefertigt oben offen und vollständig. An den Rückwänden und an den Seiten kleiner Reparaturbedarf. Jetzt grau gestrichen.

Spieltisch: Einmanualiger Spieltisch mit abschliessbarem Deckel (zugleich Notenpult)

Tonumfang: C - f’’’, Untertasten Elfenbein (alle Beläge vorhanden), Obertasten Ebenholz (schwarz)

Spieltraktur: Abzugsdrähte, Winkel und Federn aus Messing, Abstrakten aus Holz (Fichte?), Wellenrahmen und Wellen aus Fichte. Tastatur zweiarmig. An den Tasten sind die Messingdrähte mit Gewinden versehen und mit Ledermuttern befestigt. An diesen Ledermuttern kann die Traktur justiert werden. Die Ledermuttern sind zum Teil ausgeleiert und lösen sich beim Spielen. Ansonsten funktioniert die Spieltraktur tadellos.

Registertraktur: Die Registerzüge befinden sich über dem Spieltisch. Manubrien gedrechselt aus Ebenholz mit eingelegten Porzellanschildern (2 Schilder fehlen). Über Eisenschwerter werden die Schleifen gezogen. Einzelne Züge gehen sehr streng.

Windversorgung: Parallel aufgehender Balg, zwei Schöpfbälge durch einen Holmen zu bedienen (funktionsfähig). Die Windzuführung vom Motor mit Abwasserrohr und Spiralflexrohr funktioniert. Der Motor befindet sich im Glockenstuhl und saugt dort Aussenluft an, sehr laut und alt! Drosselklappe funktioniert einwandfrei. Der Windverlust hält sich in Grenzen, die Windversorgung funktioniert und kann auch für das Plenum genügend Wind liefern. Die Windkanäle sind in Ordnung.

Windlade: Windkasten mit Papier ausgeklebt, Lederpulpeten, Ventile aus Fichte mit Filz und Leder belegt. Windladenkorpus aus Eiche, Stöcke aus Eiche und Linde, Schleifen aus Eiche.

Pfeifenwerk: (Reihenfolge wie auf der Lade
Principal 8’        C-H Fichte, gedackt - c°-cis’ Prospekt (Aussenfelder) - ab d’ innen Metall mit Expressionen
Octave 4’          Metall, C-Fis im Prospekt (Mittelfeld), G-h’ Expressionen
Flöte 8’             C-h° Holz gedackt, c’-h’’ gedackt Metall, c’’’-f’’’ konisch Metall
Flöte 4’             C-H Holz gedackt, c°-fis° gedackt Metall, g°-f’’’ offen (gemischte Pfeifen, zylindrisch und
                        konisch), am Spieltisch fälschlicherweise als Vibrato bezeichnet, sehr verstimmt.
Superoctave 2’  Metall im Bass mit Expressionen
Mixtur 2F          Metall C: 1 1/3’ + 2’ c’: 2 2/3’ + 2’. Vor allem im Diskant fehlen viele Pfeifen, die leeren Löcher
                       sind zugestopft

 Intonation mit relativ vielen, recht feinen Kernstichen, warm und grundtönig.
 

Anmerkungen:

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 20. Juni 2009 um 15:22 Uhr